Was Melatonin wirklich kann — und was nicht
Berechne deine ideale Schlaf- oder Aufwachzeit
Meine Schlafzyklen berechnen →Melatonin ist ein Hormon, das dein Körper auf natürliche Weise in der Zirbeldrüse des Gehirns produziert. Seine Hauptfunktion ist die Regulierung des Schlaf-Wach-Zyklus (zirkadianer Rhythmus). Wenn es dunkel wird, erhöht das Gehirn die Melatoninproduktion als Signal, dass es Zeit zu schlafen ist; bei Licht nimmt die Produktion ab.
Melatonin ist kein Schlafmittel. Es zwingt dich nicht zum Schlafen. Was es tut, ist deinem Körper zu signalisieren, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Ausruhen ist, und den natürlichen Übergang in den Schlaf zu erleichtern.
Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel ist in bestimmten Situationen am wirksamsten:
Bei chronischer Schlaflosigkeit durch Stress oder Angst hat Melatonin eine begrenzte Wirkung. In diesen Fällen ist es wirkungsvoller, mit einem Fachmann an der kognitiven Verhaltenstherapie zu arbeiten.
Die allgemein empfohlene Dosis beträgt 0,5 bis 3 mg, eingenommen 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass mehr besser ist: Hohe Dosen (5–10 mg) können kontraproduktiv sein und Schläfrigkeit am nächsten Tag oder weitere Störungen des natürlichen Zyklus verursachen.
Studien zeigen, dass Melatonin im Durchschnitt hilft, etwa 7 Minuten schneller einzuschlafen. Das ist kein enormer Unterschied, kann aber für Menschen mit spezifischen Einschlafproblemen bedeutsam sein.
Konsultiere deinen Arzt bevor du Melatonin nimmst, besonders wenn du schwanger bist, andere Medikamente nimmst oder Autoimmunerkrankungen hast. Langfristiger Einsatz ohne ärztliche Aufsicht wird nicht empfohlen.
Wenn du keine Nahrungsergänzungsmittel nehmen möchtest, kannst du deine natürliche Melatoninproduktion steigern: